Hilfe für Schussi

 

Schussi ist ein Stadtäubchen, dass mir aus Weißenburg-Gunzenhausen gebracht wurde. Wie ihr Name sagt, wurde Schussi von einem rohen, kaltherzigen Bauern in seinem Stall angeschossen. Die Finderin, deren Schwester im Betrieb des Bauern arbeitet, berichtete uns, der Bauer würde öfters in seinem Stall wild um sich schießen, um die sich dort aufhaltenden Tauben abzuknallen. Nach seinen "Säuberungsaktionen" sammle er dann die toten und sterbenden Tauben in einem Eimer, um sie zu entsorgen. Schussi wurde von der Schwester noch lebend aufgefunden und zunächst zu unserer Erlanger Wildvogelkollegin Vera und von dieser tags darauf zu mir gebracht.

Schussi war schwer verletzt, dank der ersten Hilfe meiner Erlanger Kollegin hatte sie zwar zunächst überlebt, doch es ging ihr sehr schlecht. Gemeinsam besuchten wir unseren Tierarzt Dr. Glabasnia junior in Bamberg und ließen Schussi röntgen. Schussi hatte zwei Bleigeschosse (Diabolos) abbekommen, eines davon steckte im Oberarm, eines in Nähe der Unterarmknochen. Die tiefe Fleischwunde in der Brust, wo eines der Diabolos eingedrungen war, benötigte eine lange Heilungszeit. Außerdem musste der starke Blutverlust erst wieder ausgeglichen werden.

Nun ist Schussi soweit wieder fit, aber die Bleigeschosse müssen noch operativ entfernt werden, da das Blei wegen einer möglichen Vergiftungsgefahr nicht im Körper verbleiben darf.

Hier das Röntgenbild von Schussi mit freundlicher Genehmigung der Tierarztpraxis am Hauptsmoorwald in Bamberg, Copyright: Dr. med. vet. Tim Glabasnia:

 

Da bei uns heuer schon sehr viele Kosten für von auswärts kommende Tiere angefallen sind, bitten wir für die OP von Schussi um Spenden. Unsere Spendenkontodaten finden Sie hier:

 

http://wildtierhilfe-bamberg.npage.de/geldspenden.html

 

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass sich eine private Gönnerin dazu bereit gefunden hat, die OP-Kosten für Schussi zu übernehmen. Kaum ist die Finanzierung dieser OP gesichert, steht schon die nächste ins Haus:

Taube Marylin hat eine Geschwulst am Rücken. Diese muss entfernt werden:

 

 

 

Wir wissen noch nicht, ob der dicke Knubbel gut- oder bösartig ist. Marylin ist ansonsten gesund und munter und frisst sehr gut. Wir möchten ihr die Chance geben, wieder gesund zu werden. Wer Verständnis dafür hat, dass Marylin gerne noch viele Jahre leben möchte, darf gerne seinen Obolus zu der OP von Marylin dazu geben.   :-)

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Nachtrag zu Schussi: Die neuerliche Röntgenaufnahme vor dem OP-Termin von Schussi zeigte, dass die Diabolos von alleine verschwunden sind. Eine OP war nicht mehr erforderlich. Offenbar hat Schussi zwischenzeitlich im Verlauf der Gesundpflege die Diabolos, welche knapp unter der Haut lagen, selbst entfernt. Schussi ist fit wie ein Turnschuh und frech wie Oskar. Wir sind erleichtert, dass der kleine Mann die böse Tat gut überstanden hat. Heutzutage lebt er mit einer hübschen rot-fedrigen usbekischen Ziertaube zusammen. Wir hoffen, beide haben miteinander noch viele glückliche Jahre...